Januar 29

Kaffee auf nüchternen Magen? Dein Hormonsystem sagt Nein – So wirkt Kaffee

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Der erste Griff am Morgen zur Kaffeetasse – ein Ritual, das für viele von uns heilig ist. Doch was sich wie der perfekte Start in den Tag anfühlt, könnte deinem Körper langfristig mehr schaden als nutzen. Lass uns mal genauer hinschauen, warum diese morgendliche Gewohnheit dein Hormonsystem unnötig unter Stress setzt.

Ich erkläre dir ganz ohne kompliziertes Fachchinesisch, was wirklich in deinem Körper passiert, wenn das erste, was du am Morgen bekommst, eine Dosis Koffein ist.

Warum dein erster Kaffee warten sollte

Besorgte Frau im Bademantel hält dampfende Tasse Kaffee, mit intensiven Farbspritzern um den Bauchbereich.

Die morgendliche Stressreaktion

Stell dir vor, dein Körper wacht gerade langsam auf. Dein Hormonsystem ist noch dabei, sich für den Tag zu rüsten und alles hochzufahren. Wenn du jetzt direkt einen Kaffee trinkst, gibst du deinem System einen unnötigen Elektroschock. Das Koffein löst einen plötzlichen Schub des Stresshormons Cortisol aus.

Dieser Vorgang versetzt deinen Körper schlagartig in einen künstlichen "Kampf-oder-Flucht"-Modus, obwohl gar keine echte Gefahr droht. Statt dich also sanft zu wecken, drückst du direkt nach dem Aufstehen den Panikknopf. Stell dir vor, du sitzt entspannt auf dem Sofa und plötzlich springt jemand hinter dem Vorhang hervor und ruft "Buh!". Genau das machst du jeden Morgen mit deinem Körper.

Dein Morgenkaffee sollte dich unterstützen, nicht zusätzlich stressen. Ihn auf leeren Magen zu trinken, ist wie ein Fehlalarm für dein gesamtes System.

Auf Dauer kann diese tägliche Belastung deinen Blutzuckerspiegel aus dem Takt bringen und zu den gefürchteten Energie-Tiefs am Nachmittag führen. Aber keine Sorge: Schon eine kleine Anpassung deiner Morgenroutine kann einen riesigen Unterschied für deine Energie und dein Wohlbefinden machen.

Manchmal wird Kaffee auch bewusst beim Fasten getrunken, doch auch hier ist Vorsicht geboten. Falls dich das Thema tiefer interessiert, schau dir unseren Artikel zur Intervallfasten Diät an. Dort zeigen wir dir, wie du mit kleinen Veränderungen eine grosse Wirkung erzielen kannst, ohne auf deinen geliebten Kaffee verzichten zu müssen.

Wie Kaffee dein morgendliches Hormon-Orchester stört

Stell dir dein Hormonsystem wie ein perfekt eingespieltes Orchester vor. Jedes Hormon ist ein Musiker, der genau weiss, wann sein Einsatz kommt, um die Symphonie zu spielen, die dich energiegeladen und fokussiert durch den Tag bringt. Der Dirigent dieses morgendlichen Konzerts ist das Hormon Cortisol.

Cortisol ist dein ganz persönlicher, eingebauter Wecker. Dein Körper schüttet es ganz natürlich nach dem Aufwachen aus, um dich in die Gänge zu bringen. Dieser Pegel klettert langsam hoch und erreicht seinen Gipfel typischerweise zwischen 8 und 9 Uhr morgens. Das ist ein völlig gesunder und wichtiger Prozess, der Teil deines Biorhythmus ist. Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen willst, schau dir unseren Artikel über den zirkadianen Rhythmus und wie du deine Gesundheit optimierst an.

Und jetzt kommt der Kaffee ins Spiel. Wenn du genau in diesem Zeitfenster, in dem dein Cortisol-Level ohnehin schon auf dem Höhepunkt ist, einen Kaffee trinkst, ist das, als würdest du mit einer lauten Trompete das ganze Orchester übertönen. Der Kaffee feuert den Cortisol-Peak künstlich noch weiter an und versetzt dein System in einen unnötigen Alarmzustand.

Der doppelte Stress-Effekt am Morgen

Koffein auf leeren Magen wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die Stressreaktion deines Körpers. Statt sanft geweckt zu werden, katapultiert es dich direkt in den «Kampf-oder-Flucht»-Modus. Das Ergebnis? Innere Unruhe, Nervosität oder sogar Herzrasen sind oft die Folge.

Das Tückische daran: Auf Dauer gewöhnt sich dein Körper an diesen künstlich erzeugten Stress. Deine natürliche Cortisol-Produktion stumpft ab. Das führt dazu, dass du dich ohne den morgendlichen Kaffee noch müder und antriebsloser fühlst. Du baust eine Abhängigkeit auf, nur um dich wieder «normal» zu fühlen.

Kaffee auf leeren Magen sabotiert das feine Timing deines Körpers. Er verstärkt den Stress, statt dir sanft Energie zu geben.

Aber Cortisol ist nicht der einzige Musiker, der aus dem Takt gerät. Der Koffein-Kick sorgt auch für eine Extraportion Adrenalin, einem weiteren Stresshormon. Dein Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt – dein ganzer Körper bereitet sich auf eine Gefahr vor, die gar nicht da ist.

Die folgende Tabelle zeigt die hormonellen Auswirkungen nochmals im direkten Vergleich:

Hormonelle Auswirkungen von Kaffee am Morgen

Ein direkter Vergleich der Effekte von Kaffee auf nüchternen Magen gegenüber Kaffee nach einer Mahlzeit.

Hormon Wirkung bei Kaffee auf nüchternen Magen Wirkung bei Kaffee nach einer Mahlzeit
Cortisol Starke, übermässige Ausschüttung; kann langfristig die natürliche Reaktion abstumpfen. Moderatere, sanftere Stimulation; die natürliche Cortisol-Kurve wird nicht so stark gestört.
Adrenalin Deutlich erhöhter Ausstoss; fördert «Kampf-oder-Flucht»-Reaktion (Nervosität, Herzrasen). Geringere Adrenalin-Ausschüttung; weniger abrupter Anstieg von Puls und Blutdruck.
Insulin Höhere Blutzuckerreaktion nach dem Frühstück; kann zu Insulinresistenz beitragen. Stabilere Blutzuckerwerte; die Nahrung puffert die Koffeinwirkung auf die Zellen ab.

Wie du siehst, macht es einen grossen Unterschied, ob dein Körper bereits eine Grundlage hat, mit der er arbeiten kann. Eine kleine Mahlzeit kann die scharfen Kanten des Koffein-Kicks deutlich abfedern.

Die unterschätzte Blutzucker-Falle

Noch dramatischer kann die Auswirkung auf deinen Blutzuckerspiegel sein. Das ist besonders in der Schweiz ein Thema, wo wir mit rund 1000 Tassen pro Person und Jahr zur Weltspitze im Kaffeetrinken gehören. Eine viel beachtete Studie hat gezeigt, dass Kaffee vor dem Frühstück den Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit um bis zu 50 % in die Höhe schnellen lassen kann.

Warum ist das so? Das Koffein beeinträchtigt die Fähigkeit deiner Zellen, den Zucker aus dem Blut effektiv aufzunehmen. Das zwingt deine Bauchspeicheldrüse zu Überstunden und belastet dein Hormonsystem auf lange Sicht enorm. Spannende Einblicke dazu findest du auch hier bei der Schweizer Illustrierten.

Die Blutzucker-Achterbahn und das Nachmittagstief vermeiden

Kaffee auf leeren Magen kann deinen Blutzuckerspiegel auf eine wilde Achterbahnfahrt schicken. Stell dir vor, du gibst Vollgas, ohne dass der Tank gefüllt ist – genau das passiert in deinem Körper.

Das Koffein kann nämlich die Fähigkeit deiner Zellen, Zucker aus dem Blut aufzunehmen, vorübergehend blockieren. Normalerweise würden deine Zellen den Zucker wie ein Schwamm aufsaugen, um daraus Energie zu gewinnen. Das Koffein legt aber quasi eine dünne Schutzschicht über diese Schwämme.

Wenn dein Magen leer ist, ist dieser Effekt besonders stark. Dein Körper reagiert auf das Koffein, schüttet Stresshormone aus, und als Folge davon gelangt Zucker ins Blut – doch die Zellen können ihn nicht richtig verwerten.

Was mit deinem Blutzucker wirklich passiert

Das Ergebnis? Ein rasanter Blutzuckeranstieg, gefolgt von einem ebenso schnellen Absturz. Zuerst fühlst du dich vielleicht wach und voller Tatendrang, aber kurz darauf schlägt das Pendel in die entgegengesetzte Richtung aus.

Genau dieser Crash ist für das gefürchtete Nachmittagstief verantwortlich. Du fühlst dich plötzlich müde, unkonzentriert und hast unbändigen Heisshunger auf etwas Süsses. Dein Körper schreit förmlich nach schneller Energie, um den tiefen Fall des Blutzuckers auszuggleichen.

Ein stabiler Blutzuckerspiegel ist der Schlüssel zu konstanter Energie über den ganzen Tag. Und die erste Mahlzeit legt dafür das Fundament.

Die folgende Grafik macht deutlich, wie stark der Blutzucker ansteigen kann, wenn du deinen Kaffee vor dem Frühstück trinkst.

Balkendiagramm zum Blutzuckeranstieg: 50% nach Kaffee zuerst, 10% nach Frühstück zuerst.

Die Daten zeigen: Kaffee vor der ersten Mahlzeit kann den Blutzucker um bis zu 50 % in die Höhe treiben. Trinkst du ihn nach einem Frühstück, fällt die Reaktion deutlich geringer aus.

Die Folgen für deinen Alltag

Stell dir einen typischen Arbeitstag vor. Du startest mit Kaffee auf leeren Magen und fühlst dich kurzzeitig energiegeladen. Aber schon um 11 Uhr meldet sich der erste Heisshunger. Nach dem Mittagessen fällst du dann gegen 14 Uhr in ein tiefes Loch, deine Konzentration lässt nach und die Produktivität sinkt.

Diese Schwankungen beeinträchtigen aber nicht nur deine Leistung im Job. Sie rauben dir auch die Energie für dein Workout am Abend. Anstatt dich stark und vital zu fühlen, kämpfst du mit der Erschöpfung des Tages.

Hier sind die direkten Konsequenzen der Blutzucker-Achterbahn:

  • Heisshungerattacken: Dein Körper verlangt nach schnellem Zucker, um den Blutzuckerabfall zu kompensieren. Das führt oft zu ungesunden Snack-Entscheidungen.
  • Konzentrationsschwäche: Dein Gehirn leidet unter den starken Schwankungen und kann keine konstante Leistung erbringen.
  • Energie-Crashs: Das Nachmittagstief wird zu einem festen Bestandteil deines Tages, anstatt dass du gleichmässig Energie hast.

Wenn du diesen Kreislauf durchbrichst, indem du zuerst isst und dann deinen Kaffee geniesst, schützt du nicht nur dein Hormonsystem. Du sicherst dir auch stabile Energie, die dich vom Morgen bis zum Abend leistungsfähig und ausgeglichen sein lässt.

Wie Kaffee auf leeren Magen deine Verdauung durcheinanderbringt

Mann mit Kaffeetasse vor dem Bauch, rote Flecken symbolisieren Magenprobleme und Verdauungsbeschwerden.

Neben dem Hormon-Chaos, das wir gerade beleuchtet haben, gibt es noch einen weiteren, ganz direkten Grund, den ersten Kaffee des Tages etwas aufzuschieben: dein Magen. Kaffee ist von Natur aus säurehaltig und enthält zudem Verbindungen, die die Produktion von Magensäure ordentlich ankurbeln.

Wenn dieser Säure-Kick auf einen leeren, noch schutzlosen Magen trifft, kann das ziemlich unangenehm werden. Deine Magenschleimhaut wird direkt gereizt – die Folge sind oft Sodbrennen, ein brennendes Gefühl in der Brust oder saures Aufstossen.

Stell dir vor, du kippst Essig auf eine ungeschützte Holzplatte. Die Säure greift die Oberfläche sofort an. Ein Frühstück wirkt hier wie eine schützende Tischdecke, die alles aufsaugt und die aggressive Wirkung neutralisiert.

Falls du ohnehin schon einen empfindlichen Magen hast oder zu Verdauungsbeschwerden neigst, bist du für dieses Problem natürlich besonders anfällig. Der morgendliche Kaffee kann dann Symptome wie Magenschmerzen, Völlegefühl oder Übelkeit nicht nur auslösen, sondern bestehende Probleme sogar noch verschlimmern.

Das Frühstück als wichtiger Schutzpuffer

Schon eine Kleinigkeit vor dem Kaffee kann für deine Magenschleimhaut wie ein Schutzschild wirken. Die Nahrung verdünnt die Säure und sorgt dafür, dass sie sich nicht an einer Stelle konzentriert, sondern sich gleichmässig mit dem Speisebrei vermischt.

Dieser Puffer-Effekt ist unglaublich wichtig für eine gesunde Verdauung. Selbst eine Handvoll Nüsse, ein kleiner Joghurt oder eine Banane können hier schon einen riesigen Unterschied machen und die reizende Wirkung des Kaffees spürbar abmildern.

Wenn Nährstoffe auf der Strecke bleiben

Ein Aspekt, der oft übersehen wird, ist die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Bestimmte Verbindungen im Kaffee, allen voran die Tannine, können die Aufnahme von Mineralstoffen im Darm blockieren.

Das betrifft besonders Eisen und Kalzium – zwei essenzielle Nährstoffe für deine Energie und die Knochengesundheit. Trinkst du deinen Kaffee auf nüchternen Magen, kann dieser Effekt verstärkt werden und langfristig zu einer schlechteren Nährstoffversorgung beitragen.

Achte auf diese Warnsignale, die dir dein Körper sendet:

  • Sodbrennen: Ein brennendes Gefühl, das vom Magen in Richtung Hals aufsteigt.
  • Magenschmerzen: Ein dumpfes oder krampfartiges Gefühl im oberen Bauchbereich.
  • Übelkeit: Ein flaues Gefühl, das oft kurz nach dem Kaffeetrinken einsetzt.
  • Völlegefühl: Das Gefühl, unangenehm voll zu sein, obwohl du kaum etwas gegessen hast.

Diese Symptome sind klare Hinweise darauf, dass dein Verdauungssystem mit der Säure überfordert ist. Die richtige Reihenfolge am Morgen ist also nicht nur für deine Hormone entscheidend, sondern ganz direkt auch für dein Bauchgefühl.

Deine neue Morgenroutine für stabile Energie und Hormonbalance

Okay, du weisst jetzt, warum Kaffee auf leeren Magen dein Hormonsystem ganz schön durcheinanderbringen kann. Die gute Nachricht? Du musst deinen geliebten Kaffee nicht aufgeben. Überhaupt nicht. Es geht einfach nur darum, die Reihenfolge ein wenig zu ändern und deinem Körper morgens das zu geben, was er wirklich braucht, um sanft und stabil in den Tag zu kommen.

Mit ein paar winzigen, aber unglaublich wirkungsvollen Anpassungen baust du dir eine Morgenroutine, die deine Hormone im Gleichgewicht hält, dir konstante Energie liefert und das gefürchtete Nachmittagstief vermeidet. Es geht darum, bewusste Gewohnheiten zu schaffen, die dich stärken, anstatt dich unbemerkt zu stressen.

Schritt 1: Der sanfte Start in den Tag

Bevor du auch nur an die Kaffeemaschine denkst, gib deinem Körper die Chance, richtig aufzuwachen und sich zu rehydrieren. Nach Stunden ohne Flüssigkeit ist dein Körper dehydriert. Das Erste, was er braucht, ist Wasser – nicht Koffein.

Hier sind ein paar simple, aber effektive Alternativen für den allerersten Griff am Morgen:

  • Ein grosses Glas Wasser: Füllt deine leeren Speicher sofort wieder auf und bringt den Stoffwechsel in Schwung.
  • Wasser mit einem Spritzer Zitrone: Das unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern versorgt dich auch gleich mit einer kleinen Dosis Vitamin C.
  • Eine kurze Atemübung: Klingt banal, wirkt aber Wunder. Nur zwei bis drei Minuten tiefes Ein- und Ausatmen am offenen Fenster versorgt dein Gehirn mit frischem Sauerstoff. Das signalisiert deinem Nervensystem: Der Tag beginnt ruhig und kontrolliert.

Diese kleinen Rituale dauern nur wenige Minuten, verändern aber die gesamte biochemische Reaktion deines Körpers auf den Morgen. Wenn du merkst, dass Stress ein grosses Thema bei dir ist, kann es auch helfen zu lernen, wie du durch emotionsfokussiertes Coaching Stress reduzieren kannst, um dich auch auf emotionaler Ebene zu stärken.

Schritt 2: Blutzucker stabilisieren mit einem cleveren Frühstück

Jetzt kommt der Game-Changer, um die Blutzucker-Achterbahn zu verhindern: Iss etwas, bevor du deinen Kaffee trinkst. Das muss kein aufwendiges Menü sein. Eine kleine, aber protein- und fettreiche Mahlzeit reicht völlig aus, um einen Puffer für das Koffein zu schaffen.

Dein erstes Frühstück ist das Fundament für den ganzen Tag. Gib deinem Körper erst die richtigen Bausteine, bevor du den Turbo zündest.

Hier sind ein paar schnelle und hormonfreundliche Ideen, die du in unter fünf Minuten auf dem Tisch hast:

  1. Griechischer Joghurt mit ein paar Beeren: Liefert Protein, gesunde Fette und eine Portion Antioxidantien.
  2. Eine Handvoll Nüsse oder Mandeln: Perfekt für unterwegs und vollgepackt mit gesunden Fetten und Ballaststoffen.
  3. Ein schneller Protein-Shake: Einfach Proteinpulver mit etwas Wasser oder Pflanzenmilch und vielleicht einer halben Banane mixen.
  4. Zwei gekochte Eier: Ein Klassiker, der dich lange satt hält und voller wichtiger Nährstoffe steckt.

Diese Optionen halten deinen Blutzuckerspiegel stabil. Das Ergebnis? Das Koffein wird langsamer und sanfter in dein System geschleust.

Schritt 3: Das perfekte Timing für deinen Kaffee

Nachdem du deinen Körper mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt hast, ist es endlich Zeit für den Kaffee. Der ideale Zeitpunkt ist, wenn dein natürlicher Cortisolspiegel langsam wieder sinkt.

Das ist in der Regel nach 9:30 Uhr der Fall. Trinkst du deinen Kaffee erst dann, wirkt das Koffein am effektivsten, weil es nicht gegen deinen körpereigenen Wachmacher ankämpfen muss. So bekommst du den gewünschten Energieschub, ohne dein Hormonsystem zu überlasten. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, wie du deinen Tag optimal gestaltest, schau dir unseren Leitfaden über Biohacking für Anfänger und Routinen für mehr Energie an.

Indem du diese drei einfachen Schritte befolgst, verwandelst du deine Morgenroutine von einer Stressquelle in eine echte Kraftquelle. Du wirst den Unterschied spüren: mehr Energie, bessere Konzentration und keine Heisshungerattacken mehr.

Hormonfreundliche Alternativen zum Kaffee am frühen Morgen

Hier ist eine kleine Übersicht über einfache und effektive Morgenrituale, die deinen Körper sanft wecken, anstatt ihn zu stressen.

Alternative Wirkung auf den Körper Praktischer Tipp zur Umsetzung
Grosses Glas Wasser (lauwarm) Rehydriert nach der Nacht, regt den Stoffwechsel an, ohne das System zu schocken. Bereite das Glas schon am Abend vor und stelle es auf deinen Nachttisch. So ist es das Erste, was du siehst.
Wasser mit Zitrone & Salz Liefert Elektrolyte (Natrium) und Vitamin C, unterstützt die Nebennieren und die Verdauung. Presse den Saft einer halben Zitrone aus, füge eine Prise hochwertiges Meersalz hinzu und fülle mit Wasser auf.
Kurze Atemübung (2-3 Min.) Versorgt dein Gehirn mit Sauerstoff, senkt dein Stresslevel und aktiviert den Parasympathikus (Ruhenerv). Setz dich ans offene Fenster. Atme 4 Sekunden ein, halte 4 Sekunden die Luft an und atme 6 Sekunden aus. Wiederhole es 5-10 Mal.
Leichter Snack (Protein/Fett) Stabilisiert deinen Blutzuckerspiegel und verhindert eine Cortisol- und Insulinspitze durch Kaffee. Eine Handvoll Mandeln, ein Löffel Nussbutter oder ein gekochtes Ei. Schnell, einfach und effektiv.

Diese kleinen Gewohnheiten kosten kaum Zeit, machen aber einen riesigen Unterschied für deine Energie und dein Wohlbefinden über den gesamten Tag.

Deine brennendsten Fragen zu Kaffee und Hormonen

Nachdem wir uns jetzt tief in die Materie eingegraben haben, bleiben oft noch ein paar ganz konkrete Fragen im Raum stehen. Absolut verständlich! Hier habe ich die häufigsten für dich gesammelt und beantworte sie klipp und klar, damit du letzte Unsicherheiten aus dem Weg räumen kannst.

Macht es einen Unterschied, ob ich schwarzen Kaffee oder Kaffee mit Milch trinke?

Ja, ein kleiner, aber er packt das Problem nicht an der Wurzel. Ein Schuss Milch liefert immerhin etwas Fett und Eiweiss. Das kann die Koffeinaufnahme ganz leicht verzögern und die Magensäure ein wenig abpuffern.

Die unmittelbare Wirkung auf den Magen fühlt sich dadurch vielleicht etwas sanfter an. Das eigentliche Thema – der massive Cortisol-Anstieg und das Durcheinander im Blutzuckerhaushalt – bleibt aber bestehen. Ein Latte auf leeren Magen ist also netter zu deinem Magen als ein schwarzer Espresso, doch für deine Hormonbalance ist und bleibt ein richtiges Frühstück die unschlagbar bessere Grundlage.

Ich mache Intervallfasten. Wie passe ich den Kaffee da sinnvoll ein?

Eine super wichtige Frage, die sich viele stellen. Rein technisch gesehen bricht schwarzer Kaffee mit seinen paar Kalorien das metabolische Fasten nicht. Aber aus hormoneller Sicht ist der Kaffee direkt nach dem Aufstehen trotzdem keine gute Idee, weil er eben genau die Stressreaktion auslöst, über die wir gesprochen haben – auch ganz ohne Kalorien.

Mein Tipp: Schieb deinen Kaffee so nah wie möglich an dein erstes Essensfenster. Starte den Tag stattdessen mit einem grossen Glas Wasser oder einem ungesüssten Kräutertee. Das rehydriert deinen Körper viel sanfter.

Wenn du während des Fastens unbedingt einen Koffein-Kick brauchst, hör extrem genau auf die Signale deines Körpers. Fühlst du dich zittrig, unruhig oder nervös? Das ist ein unmissverständliches Zeichen, dass dein System diesen Kick ohne eine solide Nahrungsbasis nicht gut wegsteckt.

In dem Fall solltest du überlegen, dein Fastenfenster vielleicht ein wenig anzupassen, um diese negativen Effekte zu umgehen.

Wie lange sollte ich nach dem Essen warten, bis ich meinen Kaffee trinke?

Hier gibt es eine einfache Faustregel, die du dir gut merken kannst: 15 bis 30 Minuten nach dem Essen sind ideal. Diese kleine Pause gibt deinem Körper genug Zeit, die Verdauung in Gang zu bringen und den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.

Das Allerwichtigste ist aber, dass du überhaupt etwas im Magen hast. Schon eine Kleinigkeit wie eine Banane, ein Joghurt oder eine Handvoll Nüsse reicht aus, um die hormonellen Spitzenreaktionen deutlich abzufedern. Das Ziel ist simpel: dem Koffein eine Grundlage zu geben, damit es nicht ungebremst auf dein nüchternes System prallt.

Gilt das alles auch für entkoffeinierten Kaffee?

Für alle, die einfach nur das Ritual und den Geschmack lieben, ist diese Frage entscheidend. Die Antwort lautet: teilweise. Entkoffeinierter Kaffee löst die grossen Probleme, also den starken Cortisol-Schub und die Blutzucker-Achterbahn, nicht im gleichen Ausmass aus.

Für den ganz frühen Morgen ist er deshalb eine deutlich bessere Option. Aber Achtung: Auch "Decaf" enthält von Natur aus Säuren, die die Produktion von Magensäure anregen.

Wenn du also einen sehr empfindlichen Magen hast, kann auch die entkoffeinierte Variante zu Beschwerden führen. Für deine Hormonbalance ist er aber definitiv die sicherere Wahl, wenn du auf dein morgendliches Ritual einfach nicht verzichten willst.


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Tags

Cortisol senken, Gesunder Lebensstil, Hormongleichgewicht, Kaffee auf nüchternen Magen, Morgenroutine Tipps


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