Stell dir vor, du könntest dein Training genau dann absolvieren, wenn dein Körper am leistungsfähigsten ist – ganz ohne dich durch jede einzelne Wiederholung kämpfen zu müssen. Genau das ermöglicht dir dein zirkadianer Rhythmus, deine innere 24-Stunden-Uhr, die so viel mehr steuert als nur deinen Schlaf. Wenn du dein Training an dieser inneren Uhr ausrichtest, nutzt du deine natürlichen Energiehochs und Regenerationsphasen optimal aus.
Deine innere Uhr verstehen und für dein Training nutzen
Jeder von uns hat diesen inneren Taktgeber, der Hormone, Körpertemperatur und Energielevel über rund 24 heures hinweg reguliert. Gesteuert wird dieser Rhythmus hauptsächlich durch Licht und Dunkelheit. Er ist der Grund, warum du dich zu bestimmten Zeiten wach, müde, stark oder hungrig fühlst.
Für dein Training sind vor allem zwei Hormone entscheidend:
- Le cortisol : Das "Wachmacher-Hormon" erreicht seinen Höhepunkt am Morgen. Es gibt dir die Energie und Konzentration, die du für einen guten Start in den Tag brauchst.
- Melatonin: Das "Schlafhormon" wird bei Dunkelheit ausgeschüttet. Es signalisiert deinem Körper, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen und sich zu erholen.
Ein Training, das gegen diesen natürlichen Hormonzyklus arbeitet, fühlt sich oft unnötig mühsam an und liefert meist auch nicht die erhofften Resultate.
Lerche oder Eule: Wer bist du?
Dein persönlicher Rhythmus wird durch deinen Chronotyp bestimmt. Die meisten Menschen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Lerchen (Frühaufsteher) und Eulen (Spätaufsteher). Lerchen sind morgens am produktivsten und werden abends früh müde, während Eulen erst später am Tag so richtig in die Gänge kommen und dafür länger wach bleiben.
Deinen Chronotyp zu kennen, ist der erste und wichtigste Schritt, um dein Training clever nach deiner inneren Uhr zu planen. Diese einfache Infografik hilft dir dabei, dich selbst einzuordnen.

Die Grafik zeigt es ganz klar: Deine natürlichen Aufsteh- und Schlafenszeiten sind der beste Indikator dafür, ob du eher eine Lerche oder eine Eule bist. Dieses Wissen ist die Basis, um deinen Trainingsplan wirklich auf dich abzustimmen.
Der Schlüssel liegt darin, die Signale deines Körpers nicht zu ignorieren, sondern sie gezielt für dich zu nutzen. Anstatt dich als Eule morgens zu einem intensiven HIIT-Workout zu zwingen, könnte ein Krafttraining am späten Nachmittag für dich viel effektiver sein. Mehr Details zu den wissenschaftlichen Hintergründen findest du übrigens auch in unserem umfassenden Artikel über den zirkadianen Rhythmus.
Dein Training optimal nach Tageszeit und Ziel planen

Sobald du deinen Chronotyp kennst, geht’s ans Eingemachte: die konkrete Planung deiner Workouts. Es macht nämlich einen riesigen Unterschied, wann du trainierst – je nachdem, ob du Muskeln aufbauen, deine Ausdauer pushen oder einfach flexibler werden willst. Die richtige Tageszeit kann dein stärkster Verbündeter sein.
Die Idee ist simpel: Wir nutzen die natürlichen Leistungshochs deines Körpers, anstatt gegen sie anzukämpfen. So holst du nicht nur mehr aus jeder einzelnen Trainingseinheit heraus, sondern hast dabei auch spürbar mehr Energie und Freude.
Maximale Power am Morgen für HIIT und Bootcamp
Der frühe Morgen ist wie gemacht für kurze, explosive Trainingseinheiten. Dein Körper schüttet zu dieser Zeit das meiste Cortisol aus – ein Hormon, das dich wach, alert und startklar für den Tag macht. Diesen natürlichen Energie-Boost solltest du dir für hochintensive Workouts zunutze machen.
Stell dir vor, du kommst um 8 Uhr morgens zu einem unserer HIIT & Bootcamp-Kurse in Zürich. Das ist oft genau der Zeitpunkt, an dem dein Körper einen ersten Leistungsgipfel erreicht. Das ist keine Esoterik, sondern Biologie. Schweizer Forschungen bestätigen das: Eine Studie zeigte, dass die maximale Herzfrequenz von Testpersonen um diese Zeit einen deutlichen Höhepunkt erreichte – ein klares Indiz für höhere Leistungsbereitschaft. Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du hier weitere Erkenntnisse dieser Schweizer Studie zur zirkadianen Rhythmik.
Diese biologische «Prime Time» macht den Vormittag also perfekt, um dein Herz-Kreislauf-System richtig herauszufordern und deinen Stoffwechsel für den restlichen Tag auf Hochtouren zu bringen.
Kraft und Leistung am späten Nachmittag
Ist dein Ziel Muskelaufbau oder eine Steigerung deiner Maximalkraft? Dann plane deine Einheiten am besten für den späten Nachmittag ein. Zwischen 16 und 19 Uhr laufen gleich mehrere physiologische Prozesse auf Hochtouren:
- Körperkerntemperatur: Sie ist jetzt am höchsten. Deine Muskeln sind dadurch wärmer, geschmeidiger und deutlich leistungsfähiger.
- Muskelkraft: Deine Kraftwerte erreichen oft ihren Zenit. Das heisst, du kannst schwerere Gewichte bewegen und neue Reize setzen.
- Koordination: Deine motorischen Fähigkeiten und Reaktionszeiten sind optimal, was das Verletzungsrisiko bei komplexen Übungen wie Kniebeugen oder Kreuzheben senkt.
Ein Krafttraining in den Templeshape-Studios nach der Arbeit ist also nicht nur praktisch, sondern auch biologisch absolut sinnvoll. Du trainierst genau dann, wenn dein Körper für Kraftanstrengungen am besten gerüstet ist.
Dein Körper ist keine Maschine, die rund um die Uhr die gleiche Leistung bringt. Das Training am späten Nachmittag zu planen, ist wie mit Rückenwind zu trainieren – du erreichst dein Ziel mit weniger gefühlter Anstrengung.
Entspannung und Regeneration am Abend
Der Abend sollte dem Runterfahren und der Regeneration gehören. Intensive Workouts sind jetzt eher kontraproduktiv, denn sie können die Produktion des Schlafhormons Melatonin stören und dein Nervensystem unnötig auf Trab halten. Das Ergebnis: Du liegst hellwach im Bett, obwohl du müde sein solltest.
Stattdessen sind ruhigere Einheiten ideal, um den Tag ausklingen zu lassen. Kurse wie Yoga, Pilates oder Breathwork helfen dir, Stress abzubauen, dein parasympathisches Nervensystem (den «Ruhenerv») zu aktivieren und deinen Körper auf eine erholsame Nacht vorzubereiten.
Eine sanfte Abendroutine verbessert nicht nur deine Flexibilität, sondern vor allem deine Schlafqualität – und die ist die absolute Grundlage für jeden Trainingsfortschritt.
Inspirierende Wochenpläne für deinen Alltag in Zürich

Die Theorie hinter dem Training nach der inneren Uhr ist das eine. Aber wie bringst du das Ganze in einem hektischen Zürcher Alltag unter? Die gute Nachricht: Du musst dein Leben nicht komplett auf den Kopf stellen.
Der Schlüssel liegt darin, eine clevere Struktur zu finden, die für dich funktioniert. Dein zirkadianer Rhythmus verlangt keine Perfektion, sondern einfach nur ein bisschen mehr Konsistenz.
Um dir zu zeigen, wie das aussehen kann, habe ich zwei beispielhafte Wochenpläne entworfen. Sieh sie als Inspiration, nicht als starre Vorschrift. Du kannst sie flexibel anpassen und sie zeigen dir, wie du verschiedene Trainingsarten – wie du sie auch bei uns im Templeshape findest – mit der so wichtigen Erholung ausbalancierst.
Plan A: Die vielbeschäftigte Berufstätige
Dieser Plan ist für dich, wenn dein Tag von Meetings und Deadlines bestimmt wird und du dein Training als Energiekick und mentalen Ausgleich brauchst. Der Fokus liegt hier auf kurzen, knackigen Einheiten, die sich gut in den Arbeitsalltag schieben lassen.
- Montag (7:00 Uhr): Starte mit einem HIIT & Bootcamp in die Woche. Die morgendliche Intensität nutzt dein hohes Cortisollevel perfekt aus, heizt den Stoffwechsel an und sorgt für einen klaren Kopf.
- Mardi : Aktiver Ruhetag. Ein flotter Spaziergang am See über Mittag reicht schon. Hauptsache, du tankst Tageslicht und bekommst den Kopf frei.
- Mittwoch (18:30 Uhr): Zeit für Krafttraining oder einen Hyrox-Kurs nach Feierabend. Deine Körperkerntemperatur und Muskelkraft sind jetzt auf dem Höhepunkt – ideal, um neue Reize zu setzen und den Stress des Tages loszuwerden.
- Donnerstag (12:15 Uhr): Pilates in der Mittagspause. Diese Einheit stärkt deine Mitte, verbessert die Haltung nach stundenlangem Sitzen und gibt dir Energie für den Nachmittag, ohne dich komplett auszupowern.
- Vendredi : Kompletter Ruhetag. Regeneration ist genauso wichtig wie das Training selbst.
- Samstag (10:00 Uhr): Eine längere Yoga-Session. Perfekt, um die Arbeitswoche mental abzuschliessen, an deiner Flexibilität zu arbeiten und entspannt ins Wochenende zu starten.
- Sonntag: Aktive Erholung. Wie wäre es mit einer kleinen Wanderung auf den Uetliberg?
Ein gut strukturierter Plan ist dein Anker im Alltag. Er nimmt dir die Entscheidungslast ab und macht es einfacher, Gesundheit zur Gewohnheit werden zu lassen, selbst wenn der Kalender voll ist.
Plan B: Die frischgebackene Mutter
Dieser Plan ist für Mütter gedacht, die nach der Geburt wieder Energie aufbauen, ihren Körper gezielt kräftigen und sich ganz bewusst Zeit für sich nehmen möchten. Die Einheiten sind darauf ausgelegt, die Rückbildung zu unterstützen und das Nervensystem zu beruhigen.
- Montag (9:30 Uhr): Ein Mama Workout oder ein spezifischer Rückbildungskurs. Der Vormittag ist oft ideal, um die Energie des Morgens zu nutzen, während das Baby vielleicht gerade schläft.
- Mardi : Ein Spaziergang mit dem Kinderwagen an der frischen Luft. Tageslicht ist hier Gold wert, um deinen Rhythmus (und den deines Babys) zu stabilisieren.
- Mittwoch (20:00 Uhr): Eine sanfte Yoga- oder Breathwork-Einheit am Abend, wenn endlich Ruhe einkehrt. Das hilft dir ungemein, den mentalen Ballast des Tages abzuwerfen und tiefer zu schlafen.
- Jeudi : Ruhetag. Hör auf deinen Körper, er sagt dir, was er braucht.
- Freitag (10:00 Uhr): Pilates, um den Beckenboden und die tiefe Bauchmuskulatur zu stärken. Eine echte Wohltat für den Rücken und die gesamte Körperhaltung.
- Samedi : Zeit mit der Familie. Ein kleiner Ausflug ins Grüne tut allen gut.
- Sonntag: Ein paar leichte Dehnübungen zu Hause, wann immer es gerade passt.
Nochmal: Das sind nur Vorlagen. Finde heraus, was sich für dich gut anfühlt, und spiele mit den Zeiten und Aktivitäten, bis sie zu deinem ganz persönlichen Rhythmus passen.
Die drei Säulen für einen gesunden Rhythmus meistern
Dein Training nach der inneren Uhr auszurichten, ist ein riesiger Schritt nach vorn. Aber ehrlich gesagt, ist das nur ein Teil des Puzzles. Damit dein zirkadianer Rhythmus wirklich stabil und kraftvoll schwingt, braucht er ein solides Fundament. Und das steht auf drei entscheidenden Säulen: Schlaf, Ernährung und Licht.
Stell dir diese drei Elemente wie die präzisen Stellschrauben für deine innere Uhr vor. Wenn du sie bewusst steuerst, optimierst du nicht nur deine Erfolge im Training. Du steigerst ganz nebenbei deine Lebensqualität, deine Konzentration und deine Stimmung. Oft sind es die kleinen, unscheinbaren Anpassungen, die eine erstaunlich grosse Wirkung haben.
Die Macht der richtigen Ernährung zur richtigen Zeit
Was du isst und vor allem wann du es isst, hat einen direkten Draht zu deinem Energielevel und deiner inneren Uhr. Es geht hier nicht nur um Kalorien, sondern darum, die Nährstoffaufnahme so zu timen, dass sie deinen Körper perfekt synchronisiert.
Zwei simple Regeln können hier schon einen gewaltigen Unterschied machen:
- Starte proteinreich in den Tag: Ein Frühstück, das ordentlich Proteine liefert – denk an Eier, Quark oder einen hochwertigen Shake – stabilisiert deinen Blutzucker. Gleichzeitig liefert es wichtige Aminosäuren wie Tyrosin. Dein Körper wandelt dieses Tyrosin in Dopamin und Noradrenalin um. Das sind genau die Neurotransmitter, die dich wach, fokussiert und motiviert in den Tag starten lassen.
- Keine schweren Mahlzeiten vor dem Schlafengehen: Auch dein Verdauungssystem braucht nachts eine Pause. Eine grosse, fettreiche Mahlzeit kurz vor dem Zubettgehen zwingt deinen Körper zu Schwerstarbeit, während er eigentlich regenerieren sollte. Das kann deine Schlafqualität massiv beeinträchtigen. Gib deinem Körper einen Puffer von mindestens zwei bis drei Stunden, um zu verdauen.
Allein diese kleinen Anpassungen im Timing deiner Mahlzeiten unterstützen deinen natürlichen Rhythmus und sorgen für stabile Energie – ganz ohne das Nachmittagstief.
Licht als Taktgeber und Schlaf als Fundament
Licht ist der mit Abstand wichtigste äussere Taktgeber für deinen zirkadianen Rhythmus. Morgens ist es das Signal für deinen Körper, die Produktion des Schlafhormons Melatonin einzustellen und stattdessen das aktivierende Hormon Cortisol auszuschütten. Abends bewirkt die Dunkelheit dann genau das Gegenteil.
Dein Körper braucht klare Signale. Gib ihm morgens helles Licht und abends konsequente Dunkelheit. So einfach ist das Grundprinzip für einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus.
Und so setzt du das ganz praktisch um:
- Morgens raus ans Licht: Versuch, die ersten 30 Minuten nach dem Aufstehen draussen im Tageslicht zu verbringen. Selbst an einem bewölkten Tag in Zürich ist das Licht draussen um ein Vielfaches stärker als jede Lampe im Haus. Es ist das stärkste Wecksignal für deine innere Uhr.
- Abends blaues Licht reduzieren: Das blaue Licht von Smartphones, Laptops und Fernsehern ist ein echter Melatonin-Killer. Es signalisiert deinem Gehirn, dass es helllichter Tag ist. Nutze Blaulichtfilter auf deinen Geräten oder, noch besser, setz zwei Stunden vor dem Schlafengehen eine Blaulichtfilter-Brille auf.
- Schaffe eine Schlaf-Oase: Dein Schlafzimmer sollte kühl, stockdunkel und ruhig sein. Investiere in gute Verdunkelungsvorhänge und verbanne alle blinkenden elektronischen Geräte.
Gerade wir in der Schweiz spüren doch jedes Jahr aufs Neue, wie empfindlich unser System ist. Die Zeitumstellung bringt den zirkadianen Rhythmus messbar aus dem Takt. Daten des Bundesamts für Statistik zeigen, dass nach der Umstellung auf die Sommerzeit die Anzahl der Notfälle um 6,5 Prozent ansteigt. Herzinfarkte und Schlaganfälle häufen sich, weil unsere innere Uhr gewaltsam verstellt wird. Ein starkes Argument, den eigenen Rhythmus im Alltag bewusst zu pflegen.
Diese Routinen rund um Licht und Schlaf sind keine Kleinigkeiten – sie sind die Basis für alles andere. Wenn du diese Säulen stärkst, wirst du merken, wie viel leichter dir plötzlich auch dein Training fällt. Viele dieser Prinzipien sind übrigens auch Teil unseres Ansatzes, den du in unserem Guide zum Thema Biohacking für Anfänger nachlesen kannst.
Was passiert, wenn deine innere Uhr aus dem Takt gerät?

Ein zirkadianer Rhythmus, der aus dem Gleichgewicht ist, macht dich nicht nur müde – die Auswirkungen sind viel tiefgreifender. Stell dir deine innere Uhr wie den Dirigenten eines riesigen Orchesters vor. Gerät er aus dem Takt, spielen bald alle Instrumente chaotisch durcheinander. Dieses Chaos spürst du auf allen Ebenen, körperlich und mental.
Wenn dein Schlaf-Wach-Zyklus immer wieder durcheinandergerät – sei es durch Schichtarbeit, Jetlag oder einfach einen Lebensstil mit langen Nächten vor dem Bildschirm –, dann leidet dein gesamtes Hormonsystem darunter. Das kann dein Wohlbefinden massiv beeinträchtigen und langfristig zu ernsthaften Gesundheitsrisiken führen.
Die psychischen Folgen: Wenn die innere Uhr die Stimmung diktiert
Einer der empfindlichsten Bereiche ist unsere Psyche. Ein chronisch gestörter Rhythmus erhöht nachweislich das Risiko für affektive Störungen wie Depressionen und Angstzustände. Die Verbindung ist so stark, dass Schlafprobleme oft als eines der ersten Warnsignale gelten.
Wusstest du das? Bis zu 80 % der Patienten in der Schweiz, die an Depressionen oder Schizophrenie leiden, haben auch mit Schlafstörungen zu kämpfen, die direkt auf einen gestörten zirkadianen Rhythmus zurückzuführen sind. Bei Menschen mit einem verzögerten Schlafphasensyndrom wurde sogar bei 75 % eine Depression diagnostiziert. Du kannst mehr über diese Schweizer Studie zu innerer Uhr und Psyche erfahren, um die Zusammenhänge noch besser zu verstehen.
Ein stabiler Rhythmus ist das Fundament für mentale Widerstandsfähigkeit. Wenn du deine innere Uhr über längere Zeit ignorierst, schwächst du nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Fähigkeit, mit dem alltäglichen Stress fertigzuwerden.
Stoffwechsel im Chaos: Der direkte Weg zu Gewichtszunahme
Dein Stoffwechsel folgt ebenfalls einem strengen Zeitplan. Wenn du zu unregelmässigen Zeiten isst oder nachts aktiv bist, bringst du genau die Hormone durcheinander, die für Hunger, Sättigung und Fettverbrennung zuständig sind.
Das hat ganz konkrete Folgen:
- Insulinsensitivität sinkt: Dein Körper kann Zucker schlechter verarbeiten. Das erhöht nicht nur das Risiko für Gewichtszunahme, sondern auch für Typ-2-Diabetes.
- Heisshungerattacken nehmen zu: Das Hungerhormon Ghrelin wird vermehrt ausgeschüttet, während das Sättigungshormon Leptin gleichzeitig unterdrückt wird. Eine fatale Kombination.
- Fettverbrennung wird ausgebremst: Ein gestörter Rhythmus signalisiert deinem Körper, Energie lieber in Form von Fett zu speichern, anstatt sie zu verbrennen.
Dieses Wissen soll dich nicht beunruhigen, sondern dir zeigen, wie viel Macht du über dein Wohlbefinden hast. Es unterstreicht, wie wichtig es ist, den eigenen Alltag bewusst zu gestalten – vom richtigen Timing fürs Training bis zur optimalen Erholung.
Ein ausbalancierter Rhythmus stärkt nicht nur deine Leistungsfähigkeit, sondern ist auch der Schlüssel dafür, wie du deine Mitochondrien aktivierst und zu 100 % mehr Vitalität findest.
Die häufigsten Fragen aus der Praxis
Theorie ist das eine, der Alltag das andere. Du hast jetzt eine Menge darüber gelesen, wie du Training, Schlaf und sogar deine Mahlzeiten auf deine innere Uhr abstimmen kannst. Aber was, wenn das echte Leben dazwischenfunkt? Genau hier setzen wir an.
Ich habe die häufigsten Fragen gesammelt, die mir im Coaching und in unseren Kursen immer wieder begegnen. Betrachte sie als deinen persönlichen Kompass, der dir hilft, die letzten Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen und die Prinzipien des Biorhythmus wirklich für dich arbeiten zu lassen.
Was mache ich, wenn mein Terminkalender einfach nicht zu meinem Chronotyp passt?
Das ist wohl die grösste Hürde für die meisten von uns. Du bist eine «Eule», aber dein Job zwingt dich quasi in die Turnschuhe, bevor die Sonne aufgeht? Keine Sorge, es geht nicht um Perfektion. Es geht um smarte Anpassungen.
In so einem Fall ist Flexibilität alles. Zwing dich morgens nicht zu einem brutalen HIIT-Workout, das deinen Körper nur stresst. Wähle stattdessen eine sanftere Einheit, die dich weckt, statt dich auszulaugen – ein dynamischer Yoga-Flow oder eine Pilates-Session zum Beispiel.
Vielleicht kannst du die Mittagspause für einen knackigen Spaziergang an der frischen Luft nutzen? Das tankt nicht nur Tageslicht und stabilisiert deinen Rhythmus, sondern gibt dir auch einen echten Energiekick. Am Ende zählt nicht das perfekte Timing an jedem Tag, sondern die Konsistenz deiner Routine über die Woche hinweg.
Beeinflusst der Biorhythmus auch meine Verletzungsgefahr?
Ja, absolut. Deine körperliche Leistungsfähigkeit schwankt im Laufe des Tages, und das betrifft auch Faktoren, die für die Verletzungsprävention entscheidend sind. Deine Koordination, Muskelkraft und sogar deine Flexibilität sind keine konstanten Grössen.
Am späten Nachmittag erreicht deine Körperkerntemperatur ihren Höhepunkt. Das bedeutet, deine Muskeln und Bänder sind geschmeidiger und besser durchblutet. Dieser Zeitpunkt ist oft ideal für technisch anspruchsvolle oder schwere Kraftübungen, da das Verletzungsrisiko hier tendenziell am geringsten ist.
Aber egal, wann du trainierst: Ein gründliches Aufwärmen ist und bleibt deine beste Versicherung gegen Verletzungen. Passe die Intensität deines Warm-ups einfach an die Tageszeit an – morgens darf es ruhig ein paar Minuten länger dauern, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen.
Wie lange dauert es, bis sich mein Körper an einen neuen Rhythmus gewöhnt hat?
Das Wichtigste zuerst: Sei geduldig mit dir. Eine Umstellung ist für den Körper erstmal eine grosse Veränderung, und er liebt nun mal Gewohnheiten. Je nachdem, wie stark du deine Routine anpasst, kann es von einigen Tagen bis zu zwei Wochen dauern, bis sich alles eingependelt hat.
Geh die Sache schrittweise an. Anstatt den Wecker von heute auf morgen zwei Stunden früher zu stellen, versuche es mal in 15-Minuten-Schritten. Schiebe deine Aufstehzeit jeden oder jeden zweiten Tag ein kleines Stück nach vorne. Unterstütze deinen Körper dabei aktiv:
- Helles Licht direkt nach dem Aufwachen signalisiert deinem Gehirn: Tag!
- Dunkelheit und Blaulichtfilter am Abend bereiten den Körper auf die Nacht vor.
- Regelmässige Mahlzeiten geben deinem System zusätzliche Taktgeber.
Eine feste Routine ist der stärkste Anker für deine innere Uhr. Je konsequenter du diese kleinen Helfer einsetzt, desto schneller wird sich dein Körper an den neuen Takt gewöhnen – und du wirst die positive Energie spüren.
Bist du bereit, dein Training auf das nächste Level zu heben und deine Gesundheit zur Gewohnheit zu machen? Bei Templeshape in Zürich findest du die Kurse, die Community und die Expertise, um dein Training perfekt an deinen inneren Rhythmus anzupassen. Entdecke unseren Stundenplan und finde die Energie, die in dir steckt. Besuche uns auf templeshape.com und starte deine Reise.
