Dankbarkeit lernen

Wir sind bekanntlich ein Volk des Nörgelns.

Eine Nation, der nichts recht gemacht werden kann und die sich grundsätzlich eher in Unzufriedenheit übt.

Die momentane Lebenssituation, die Politik, das Einkommen – alles Gründe, seine negativen Gefühle auf seine Mitmenschen abzuladen.

Bringen tut uns das nichts, außer eventuell Falten im Gesicht und den Ruf als Nörgler, den wir im Urlaub im Ausland bestreiten dürfen.

Es sollte uns ein Anliegen sein, auch in schwierigen Zeiten, zu erkennen, was unser Leben täglich lebenswert macht.

Wer unterstützt uns immer?

Außerdem sollten wir auf die kleinen, feinen Momente bezugnehmen.

Kurzgefasst – wir müssen Dankbarkeit erlernen.

Aber wie lernt man etwas, dessen Gegenteil stark in unserer Kultur verankert ist, in welches wir Gewohnheits-mäßig leicht wieder hineinrutschen?

Achtsamkeit wird ab sofort auf die Tagesordnung gesetzt – wir begleiten dich auf deiner Reise auf die Dankbarkeits-Insel, vielleicht schaffst du es sogar, jemand dorthin mitzunehmen.

1. Ein Stoß in die richtige Richtung

Wer allgemein zufriedener mit seinem Leben werden will, muss langsam die Bahnen in die richtige Richtung leiten und sich selbst ermahnen.

Wie auch der amerikanische Autor und Redner Shwan Anchor schreibt, sollte man täglich zumindest drei Dinge finden, die man am Alltag schätzt.

Diese Dinge und deren Ausmaß können sich jeden Tag unterscheiden.

Das Ziel dieser Übung ist es, sich mehrmals täglich über Kleinigkeiten zu freuen und sich dabei zu denken: “das könnte ich auf meine Liste setzten”.

Somit wird nicht nur eine positive Einstellung gefördert, sondern auch die Achtsamkeit, die darauf hinweist, wie gut es uns in Wirklichkeit geht.

Aus drei werden viele positive Gedanken.

Dankbarkeit lernen
Eine solche Liste könnte Folgendermaßen aussehen:
  • Heute scheint nicht nur die Sonne, sondern die Temperaturen steigen – endlich kommt der Frühling.
  • Im Fitnessstudio war heute weniger los als sonst. Absolutes Plus, wenn man effektiv trainieren möchte.
  • Mein Mittagessen war wie eine Belohnung für meine guten Leistungen bei der Arbeit – gesund und schmackhaft!

Diese Übung zum erfolgreich positiv denken ist nicht nur einfach durchzuführen, sondern benötigt nicht einmal einen Stift und Papier.

Man kann schnell Familie, oder Mitbewohne mit ins Boot holen und sagt dem negativen Denken den Kampf an.

Pro Jahr sind das übrigens über 1000 positive Gedanken.

Kann das Schaden? – ich glaube nicht!

2. Sich selbst Gutes tun

Wir erlauben uns viel, oft sogar zu viel, wenn es um ungesundes Essen geht, online Shopping, oder der Faulheit nachzugeben.

Ein neues Kleidungsstück zu bekommen, eine Serie zu “bingen”, oder sich mit Pizza und Pfannkuchen zu beglücken, macht uns zwar kurzfristig glücklich, doch auf Dauer überschlagen sich die negativen Auswirkungen.

Wir nehmen zu, wir werden faul, wir jammern unheimlich viel.

Auch hier gibt es einen dringenden Aufruf zu Veränderung.

Wir sollten uns vornehmen, uns selbst Gutes zu tun.

Das müssen gar keine großen Unternehmungen sein, sondern Kleinigkeiten, die unser Leben in kleinen Schritten langsam verbessern.

Einen Tag mit Gemüse einlegen, ein kurzes Workout machen, oder sich mit Freunden verabreden, die man schon lange nicht mehr gesehen hat.

Obwohl man natürlich nicht täglich Zeit hat, sich mit Freunden auf einen Kaffee zu treffen, können wir anstatt zu Fernsehen, soziale Kontakte pflegen, oder unseren eigenen Körper auf Vordermann bringen.

Auch hier kann man kaum Schaden davontragen!

Sich selbst Gutes tun

3. Die Qual der Wahl

Wer radikal positiver und glücklicher werden möchte, kann natürlich eine intensivere Version durchziehen.

Bei unserer dritten Anleitung zum positiven Denken, werden Fünfzehn Beispiele aufgeschrieben, die einen im Alltag glücklich machen.

Aus dieser Liste werden im Anschluss drei Beispiele ausgewählt, die täglich “abgearbeitet” werden müssen und somit die allgemeine Lebenssituation verbessern.

Eine solche Liste muss natürlich nach eigenem Bedarf abgestimmt werden und sollte keine negativen Spätwirkungen beinhalten.

Beispielsweise könnte dies folgendermaßen aussehen:

  • Einen gesunden Smoothie machen und am Balkon genießen

 

  • Dem Körper mit einer Sporteinheit etwas Gutes tun

 

  • Einen Ruhigen Abend mit einem Freund/ Freundin verbringen

 

  • Lesen / Weiterbilden

 

  • Ein neues Rezept ausprobieren

 

  • Die Wohnung zusammenräumen, oder putzen

 

  • Handyfreie Phase einlegen

 

  • Etc.
Dankbarkeit

Je nach Lebenssituation kann man die Liste verändern, erneuern, oder weitere Hobby spezifische Punkte hinzufügen.

Wie bereits erwähnt gehört diese Methode zu den eher drastischeren Maßnahmen und benötigen einiges Willenskraft, um dauerhaft dranzubleiben.

Aber nur Mut – die positiven Gedanken werden sich lohnen.

Wer sich von seinem jammernden – Ich verabschieden und ein positives – Ich werden möchte, kann eine dieser Methoden für zwei Wochen ausprobieren und selbst feststellen, wie sich seine Einstellung verändert.

Plötzlich ist man aufmerksamer und dankbarer im ganz normalen Alltag.

Auch Freunde und Verwandte merken den Unterschied schnell und lassen sich durch eine kurze Erklärung oft mitreißen. 

Starte schon morgen und halte deine Erfahrungen, wenn möglich, auch in einem Tagebuch fest, um in schwierigeren Phasen darauf zurückgreifen zu können.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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